Kurze Filme.
Lange Feiern.
Diesmal mit:
preisgekrönten Kurzfilmen 2007 - 2010
Einlass:
20.30 Uhr
Beginn:
21:00 Uhr
Eintritt:
Film+Konzert+Fest 10.- Euro
Nur Konzert+Fest 6.- Euro
MUSIKPROGRAMM#2 >> Zum Filmprogramm
Beginn: 22:30 Uhr
Marbert Rocel
Von den ‚Tieren um uns’ fabulierte 2006 der unbestrittene Direktor der ‚Hamburger Schule’ und Chef-Nörgler Jochen Distelmeyer auf dem letzten Longplayer der legendären Diskurspopper Blumfeld – und machte daraus gleich ein ganzes Rettungspaket: Feld, Wald und Wiese als Ausweg, Systemabstinenz durch Naturbetrachtung, sehr romantisch, kaum tanzbar und kein bisschen sexy. Das kann man so machen, muss man aber nicht. Marbert Rocel, so muss man es der Selbstauskunft der thüringischen Formation entnehmen, haben es auch mit Tieren, weniger allerdings mit denen „um“ als vielmehr mit denen „in“ uns. Nachtigallen, Delphine und Riesenschildkröten, aber auch echte Exoten wie der Zentaur oder das Flug-Tamburin bevölkern den Inspirationskosmos der mal drei, mal vier Musiker. Und damit sich all die freundlichen Kreativ-Kreaturen auch wohlfühlen, legen Marbert Rocel auf der Bühne gleich einen ganzen Instrumentenpark an, in dem sich das musikalische Wildleben voll entfalten kann – ein Klang-Zoo ohne Zäune, weit ab von vergitterter Spartenmusik, musikalische Artenvielfalt in Reinform: „There is no well defined style – we’re just making music in major with chords in minor“. Und doch: ein bisschen Klassifikation muss sein. Insgesamt der Gattung allerfeinsten Elektropops zuzuschlagen, mischen sich auch ein paar Gene aus den breiten Entwicklungslinien von Jazz und Rap ins musikalische Erbgut. Und doch bleibt das, was aus Marbert Rocels Anagrammophon strömt, immer eigen, immer neu, immer großartig. Ganz und gar nichts zum Verpassen, Weltsucht statt Weltflucht. Und: ja, das ist tanzbar. Und sexy ist es auch.
Beanfield
Beanfield gehören ohne Zweifel zu den Flagschiffen des Münchner Vorreiterlabels Compost Records. Keyboarder Tobias Meggle, Bassist Jan Krause und Compost-Labelchef waren schon bei den legendären Einspielungen von A Forrest Mighty Black und Fauna Fash Mitte der Neunziger mit im Boot, bis sie 1995 mit der ersten Beanfield -Single ‚Charles’ – nicht zuletzt durch massives Airplay in Gilles Petersons einflussreicher BBC-Radioshow „Worldwide“ – schlagartig zu Darlings der Elektro-Szene avancierten. Die stilbildende, organische Vermischung von elektronischen Klängen und Technobeats mit einem musikalischen Substrat der 70er Jahre von Disco über Funk, Krautrock, Latin und brasilianischem Jazz brachte den Münchner Klangtüftlern schnell größte Anerkennung durch Kritiker und DJs gleichermaßen ein – ganz zu schweigen von der euphorischen Resonanz in den Clubs rund um den Globus. 1997 veröffentlichten Beanfield ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Nach zwei Remixalben folgte 1999 Human Patterns, aus dem sich unter anderem The Season als unkaputtbarer Club-Schlager behauptete – „Unnatürlich natürlich" urteilte die stets geschmackssichere Postille Jazzthing über Human Patterns, „stunning liquid Techno - full of heavily syncopated funk, fat-ass synths and skipping beats" vermeldete das DJ-Sprachrohr Mixmag. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Beanfield weisen weiterhin Wege – heute kann sich jeder davon überzeugen. Zwar kommt mit Jan Krause heute nur einer von dreien in den Doppelkegel der BMW Welt. Aber, das hat schon Aristoteles gewusst, das Ganze ist weit mehr als die Summe seiner Teile. Und so wird dies unterm Strich ein ganz, ganz großer Abend.
DJ Simon Rose
Zwar wird Simon Rose diese großartige Partynacht einläuten – von ‚Warm Up’ kann dabei aber keine Rede sein, denn mit seiner Bobble Crüe hat der Münchner schon unzählige Male gezeigt, dass man auch in der bayrischen Landeshauptstadt weiß, wie man französischen Elektro/Technosound und Fidget-House ekstatisch und energiegeladen auf den Tanzboden und damit die Massen in den heiligen Hallen des Münchner Nachtlebens von Registratur, P1, Kongresshalle bis hin zum Ampere zum kollektiven Durchdrehen bringt. Davon konnten sich auch echte Größen der Gegenwartsmusik wie u.a. Boys Noize, Cassius, Les Petits Pilous oder Fake Blood mit eigenen Ohren überzeugen.
06-11-10
Aussergewöhnliches gibt es jetzt in Serie: die Event-Reihe DREHMOMENTE@BMW Welt. Eine Stunde Filmerlebnisse von Nachwuchsregisseuren aus aller Welt, danach tanzen und feiern mit ausgesuchten DJs am aufregendsten Ort der Stadt.
